Aorangi Project Blog

adventures of inga and chris

Kälte im März und zwei Bäder März 29, 2013

Filed under: posts from germany — wuestenkuh @ 2:44 pm
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Immer noch ist es kalt draußen, sogar frischer Schnee ist die Nacht über gefallen. Was kann man da besseres tun, als ein Bad nehmen? Oder zumindest zu einem solchen zu fahren?

Wir haben das letztes Wochenende gemacht, mit Andre. Genau genommen war Andre der Initiator dieses Kurztrips damals zu Ingas Geburtstag, nunmehr auch schon vor rund zwei Jahren – aber was soll’s, Geschenke verjähren bekanntlich nicht.

Wir machten uns also am letzten Freitag in der Früh auf nach Süden, nicht ins Warme, aber in Richtung Zwickau und Steinpleiß, der Heimat Andres, die er uns schon länger zeigen wollte. Außerdem gab’s Kartoffelsuppe bei seinem Vater. Abends fuhren wir weiter zu unserem Hauptziel, Karlsbad, oder besser: Karlovy Vary. Wer schon mal dort war, weiß, dass es neben hübschen Häusern zu sehen vor allem heißes Quellwasser aus Vorrichtungen wie diesen zu trinken gibt.

Sprudel

Das soll für alles mögliche gut sein. Naja, dem Geschmack nach kommt das Wasser schon sehr in Richtung Medizin. Vielleicht stimmt’s also. Jedenfalls hat der Kururlaub in der Stadt schon eine lange Tradition und im Laufe der Zeit viele viele bekannten Persönlichkeiten angezogen, so z.B. diese drei.

War er da oder nicht?

Uns hat der ca. 70°C heiße „Sprudel“, abgefüllt in einer Glasflasche, zumindest über die kalten zwei Tage gerettet, die wir in der Stadt unterwegs waren. So hatten wir unsere eigene Wärmflasche immer dabei. Für das leibliche Wohl haben wir uns statt Wasser lieber an die böhmische Dreifaltigkeit gehalten: Oblatky, Knedliky, Pivo. Die macht sicher auch gesund!!

c

PS: Die aufmerksamen Leser wundern sich vielleicht, weshalb im Titel von 2 Bädern die Rede ist? Nun, zu dritt waren wir in Karlsbad. Ein richtiges Fußbad hat sich der liebe Christoph am Freitag gegönnt, allein … nämlich in der Pleiße beim Versuch, dieses kleine Bächlein zu überqueren. Und das alles ohne heiße Quelle in der Nähe!!

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Zwei Boote bedeuten Freiheit März 8, 2013

Filed under: posts from germany — wuestenkuh @ 8:58 pm
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Ein großer Wunsch, den wir seit ungefähr einem Jahr hatten, ist vor kurzem in Erfüllung gegangen … wir sind endlich stolze Besitzer zweier superleichter und robuster Alpacka Rafts!!!!!

Das bedeutet ganz konkret: Freiheit, Freiheit, Freiheit … und natürlich neue Abenteuer! Denn welche Boote wiegen nur 2,5 Kilo,  können somit ohne Probleme auf jede Wanderung mitgenommen werden, und gehen darüber hinaus quasi nicht kaputt?

Wir sind also seit 3 Wochen gefühlsmäßig wieder zurück in Neuseeland und haben unglaublich viel Lust, unsere nähere und weitere Umgebung zu erforschen und neue Abenteuer zu erleben.

Wie z.B. heute, als wir eine kleine Tour durch unsere Stadt Leipzig gemacht haben. Oder vor 3 Wochen am Sonntag, als unsere 2 neuen Kumpels noch nicht ganz 24 Stunden bei uns waren. Aus eigener Erfahrung können wir daher nur jedem/jeder empfehlen, einmal im Leben von einem verschneiten Ufer in einen Fluss zu rutschen, natürlich mit Boot!

Hier ein Foto von vor 3 Wochen:

Wer läuft denn da?

Zwei Videos zum „Stapellauf“ gibt’s hier:

Inga: https://www.dropbox.com/s/o8t5cczal3yspx3/Stapellauf%20Inga.MOV
Christoph: https://www.dropbox.com/s/gz4c2tx96z9s8qq/Stapellauf%20Chris.MOV

Und noch ein Foto von heute:

Elsterbecken am 8.3.

 

Die letzte Meldung von der anderen Seite Mai 31, 2012

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 12:57 am

Nun ist es soweit. Dies ist der letzte Eintrag von uns von der anderen Seite der Erdkugel!!

Denn am 7.6. geht’s zurueck nach Deutschland, wo wir hoffentlich dann auch die sommerlichen Temperaturen geniessen koennen, die von einigen schon vorangekuendigt wurden. In Neuseeland bleibt’s naemlich kuehl, genau genommen wird es stetig kaelter.

Trotzdem haben wir uns letzte Woche aufgemacht zu einem kleinen Abenteuer und sind per Anhalter gefahren – nicht durch die Galaxis, sondern bis zum fast noerdlichsten Punkt Neuseelands, dem Cape Reinga. Dort mussten wir natuerlich schon aufgrund des Namens einmal gewesen sein. Also standen wir am Donnerstag Morgen an der Strasse mit gepackten Rucksaecken, hielten den Daumen raus und hofften, die fast 300 km bis zum Kap an einem Tag zu schaffen. Ein ehrgeiziges Ziel, denn je weiter wir nach Norden fuhren, umso weniger Autos bewegten sich in unsere Richtung. Was verstaendlich ist, wenn man bedenkt, dass wir uns direkt in eine „Sackgasse“ hineinbewegten, die noch dazu fast nur von Touristen befahren wird, die ueberdies nicht gerade zahlreich anzutreffen waren, schliesslich ist ja gerade keine Saison!

Nach einigen Ueberraschungen – wie einer Nacht im Gemeindehaus und einer ungeplanten anderthalbtaegigen Wanderung – kamen wir letztlich am Samstag am Kap an. Der Rueckweg verlief dann fiel besser und brachte uns noch am Samstag Abend direkt vor unsere Haustuer! Das muss man erstmal schaffen! Noch bleiben uns einige Tage fuer ein weiteres Anhalter-Abenteuer zur westlichen Kueste, wenn das Wetter mitspielt.

Die Bay of Islands haben wir mittlerweile auch schon ziemlich erkundet, sogar ein Ausflug zu einer der aeusseren Inseln war drin. Denn an einem Sonntag waren wir stolze Mitglieder der 70 Koepfe starken „Freiwilligenarmee“ zum Planting Day. 70 Menschen, davon ganz viele Kinder, sogar eine halbe Schulklasse, Wahnsinn, ! Kein Wunder, dass die 2000 Baeume in weniger als 3 Stunden in der Erde waren und wir dnach noch genug Zeit hatten, die Insel zu erkunden, bevor uns das Schiff wieder abholte.

Gerade dieser Tag hatte viele Erinnerungen an die Zeit geweckt, die wir in Neuseeland verbracht haben … alles in allem war es fuer uns genau die richtige Entscheidung, ein paar Monate auf der andere Seite der Kugel zu leben. Aber jetzt geht’s zurueck!! Bis bald!

c

 

Pauschalurlaub? Mai 16, 2012

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 3:51 am

Anlaesslich der Vermutung einer uns nahestehenden Person, es handele sich bei unseren letzten Neuseelandwochen in der Bay of Islands nun wohl doch um einen Pauschalurlaub der Kategorie „das -rundum-wohlfuehl-angebot“, sehe ich mich veranlasst, in kurzen Saetzen ueber unsere Aktivitaeten der vergangenen Tage zu berichten.

Denn auch mit der gemuetlichen Wohnung als „base camp“ sind wir dennoch unterwegs und genehmigen uns sogar etwas Kulturgenuss. Genauer, Kunst, denn der Nachbarort Kawakawa ist nichts weniger als die letzte Wirkungsstaette des Kuenstlers Friedensreich Hundertwasser! Er hatte sich in den 70ern ein Farmgrundstueck nahe des Dorfes gekauft und dort bis zu seinem Tod im Jahr 2000 gewohnt und gearbeitet. Und natuerlich seine Spuren hinterlassen, nicht nur im Dorf Kawakawa in Form der gruenen Toilettenanlage, sondern vor allem in den Koepfen und Herzen dieser kleinen Kommune, die folglich trotz ihrer winzigen Groesse einiges an kuenstlerisch Interessantem zu bieten hat. Hier die Toiletten:

A propos Kultur: Paihia muss wohl als die geheime Hauptstadt der neuseelaendischen Countryszene gelten, wie wir am letzten Wochenende (leidvoll) feststellen mussten. Von Freitag an bevoelkerten ploetzlich allerlei lustige Gestalten mit Hueten und Stiefeln die Strassen und hoerten den zahlreichen „Musikern“ zu. Diese zeichneten sich vor allem dadurch aus, ihre Stuecke vom Computer aus ueber die Lautsprecher zu schicken und zur Konservenmusik zu traellern. Naja, wem’s gefaellt … wenigstens die Indianer waren angetan:

Da war uns die Flucht im Boot dann doch lieber. Bis jetzt haben wir zwar leider noch kein Anglerglueck gehabt, auch wenn wir schon mehrmals nah dran am grossen Fang waren. Aber was soll’s, das Paddeln allein schon bringt uns so viel Freude und Freiheit, dass die Fische ganz nebensaechlich werden:

Unsere erste Tagestour haben wir nun schon hinter uns und wir ueben weiter viel, um einerseits unsere Paddeltechnik und -kraft zu verbessern und andererseits die Tuecken des Ablegens und Anlandens bei Wellengang trockener zu ueberstehen … was beim letzten Mal noch zur Ganzkoerperdusche gefuehrt hat! Wenn uns das Wetter eine Chance lassen sollte, waere in der naechsten Zeit dann auch ein noch laengerer Ausflug drin.

Leider aber sind die Naturgewalten in den letzten Tagen etwas unbeeindruckt von unserem Hoffen. Was so losging:

bedeutet nun schon seit Sonntag Regen, starken Wind und Kaelte. Aber wir haben ja immer noch unser base-camp!

c

 

Ein Haus, ein Boot, eine Brotmaschine Mai 5, 2012

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 2:51 am
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Nun ist es soweit, die letzte Etappe ist angebrochen!

Das heisst konkret, wir sind in der Bay of Islands gelandet (vor einer Woche), haben das Meer vor uns und den Wald hinter uns. Nun ja, leider koennen wir das Wasser nicht vom Bett aus sehen … dennoch haben wir uns gemuetlich eingerichtet.

Erstens: seit Dienstag sind wir sesshaft geworden in einer kleinen Wohnung in einem Holzhaus mit grosser Terasse. Nichts grosses, aber eben eine feste Bleibe, oder auch eine Basis fuer viele Erkundungstouren in Northland, denn ohne Auto ist unser Gepaeck doch zu umfangreich und schwer, um mit allen Sachen „on the road“ sein zu koennen.

Hier der Blick nach drinnen … :

… und der Blick nach draussen (immer mit Morgensonne bis ca. 12 Uhr!):

Zweitens: Anstatt uns weiterhin vom weichen neuseelaendischen Toast ernaehren zu muessen, sind wir nun stolze
Besitzer einer kleinen Brotmaschine! Denn leider hat die Wohnung keinen Ofen … ja, die kleinen dinge machen das Leben angenehm!

Drittens: Unser Traum, die Zeit mit viel viel Paddeln im Boot zu verbringen (jener Traum, der sich spaetestens in den Sounds ganz konkret herausgebildet hatte), ist nun in Erfuellung gegangen:

Dieses rote Kayak inklusive Paddeln, Westen etc. haben wir hier vor Ort fuer wenig Geld gemietet und koennen nun jeden Tag, so lang wir wollen, auf dem Wasser unterwegs sein, fischen, die Inseln erkunden und dort uebernachten usw.!

Mit all diesen Moeglichkeiten, die uns nun offen stehen, werden die letzten viereinhalb Wochen Neuseeland wahrscheinlich ziemlich schnell vorbei gehen. Einserseits leider, andererseits aber auch gut so, denn schliesslich freuen wir uns auf die Rueckkehr … und alle, die diesen blog lesen und gelesen haben.

c

 

 

 

Das Land, wo man neue Grosseltern findet und Autos in 5 Minuten verkauft April 29, 2012

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 8:55 am
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So koennte der Titel des Films lauten, der unser Leben hier in den letzten Wochen beinhalten wuerde. Oder so aehnlich.

Ja, viel ist passiert in der letzten Zeit und im Moment, in dem ich diesen Artikel hier schreibe befinden wir uns schon wieder an einem ganz anderen Fleck Neuseeland, weit im Norden. Mehr dazu aber in einem anderen Artikel, vielleicht morgen schon.

Vor einigen Wochen brachen wir ja von Christchurch auf, um unser lieben gelerntes Auto zu verkaufen. Nach einem kurzen Stopp zum Klettern fuerhte uns der Weg nach Dunedin, wo wir 10 Tage verbrachten. Die Stadt gefiel uns, die Umgebung ebenso (wir haben wieder mal Pinguinen nachgestoebert), doch darueber moechte ich jetzt mal keine Worte verlieren. Eine viel wichtigere Entdeckung waren Phyllis und Mervyn, unseren neuen Kiwi-Grosseltern.

Wir hatten beide in der Naehe von Invercargill getroffen und sie luden uns ein, sie in ihrem kleinen Haus in Dunedin zu besuchen. Diese Einladung konnten wir freilich nicht ausschlagen. Die beiden sind ueber 80, topfit, immer noch im Caravan unterwegs und ueberdies voellig unkompliziert was das Beherbergen von Gaesten angeht. Und so wurden es schnell ein paar mehr Tage, die wir im gemuetlichen Bett im Haus verbrachten, Kochrezepte austauschten, gegenseitig Geschichten erzaehlten … Inga lernte stricken und haekeln … eben ein richtiges Zusammenleben mit Oma und Opa (oder so aehnlich). Am letzten Tag luden sie uns gar zu einer Spritztour (unsere troubble bubble hatte sich einen Nagel eingefangen und musste mal wieder pausieren) an der Kueste ein, wo dieses Foto entstanden ist:

 

Ach ja, das Auto: einige Menschen zeigten sich schon interessiert, allerdings waren alle aus Christchurch! So war klar, das wir wieder nach Norden zurueckkehren mussten, Was wir am Montag vor nun fast 2 Wochen taten. Kurz vor 5 Uhr trafen wir wieder in unserer chilenischen WG ein und um 5 hatten wir unseren ersten Termin zur Autobesichtigung. Etwa 20 nach 5 waren wir die Karre los und umd 4000 Dollar reicher!!!! Und zwar cash! Inga erkannte sofort den Wert einer solchen Summe:

Der Wahnsinn! Bedenkt man, dass wir beim Kauf 3500 Dollar ausgaben, haben wir so gar kein schlechtes Geschaeft gemacht … allerdings hatten wir ja auch einige Reparaturen zu bezahlen. Mit allem drum und dran und einer beachtlichen Summe an Benzingeld haben wir fuer mehr als 7 Monate letztlich rund 4500 Dollar am Auto gelassen. Nicht schlecht.

Nun entstand ploetzlich die Frage, wie wir ohne Auto mit all unserem Gepaeck wieder nach Norden zurueckkehren sollten? Fliegen? Mit dem Bus fahren? Nein!

Wir fanden eine andere Variante in der Form eines Mietautos, welches wir in 5 Tagen bis gestern (Samstag) von Christchurch nach Auckland zurueckbrachten, eine sogenannte relocation. Wir bezahlten dabei nur das Benzingeld und unsere Tickets fuer die Faehre, was eine gemuetliche, einigermassen preiswerte Sache war und uns ermoeglichte, Alan und Susen (unsere Bekanntschaft aus den Sounds) in Wellington zu besuchen und einen Tag an den Vulkanen der Nordinsel zu verbringen. Und unter einem Wasserfall spielende Baby-Robben gab’s auch noch dazu. Hier unser Zeit-Van (wir spekulierten auf den gruenen, aber unserer ist der silberne):

Auckland sahen wir gestern nur kurz, fuer uns ging’s direkt weiter nach Norden zu unserem letzten Neuseeland-Abenteuer. Mehr dazu bald …

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Christchurch – Eine lebendige Stadt April 5, 2012

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 3:30 am
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Nach einigen vergangenen Tagen ist es nun mal wieder Zeit fuer ein kleines update.

Die Westkueste im Ruecken, kamen wir vor gut 2 Wochen am Arthur’s Pass an, vor uns eine weitere Huettenwanderung durch die Berge. Die musste allerdings zunaechst noch warten, denn das Wetter spielte nicht ganz mit. So verbrachten wir einen kalt-nassen Tag am Pass, hatten allerdings nette Gesellschaft durch einen Kea (der die umliegenden Zelte zerpflueckte) und eine Maus (die sich ein wenig in unseren Essensvorraeten vergnuegte). Am Morgen unseres geplanten Starts stellte sich aber eine Neuigkeit ein, die wir nicht erwartet hatten: „trouble bubble“, unser kleines silbernes Gefaehrt, hatte wieder einmal eine Verletzung und musste schleunigst ins Krankenhaus! Ueber die genauen Umstaende werden wir spaeter an anderer Stelle berichten. Jedenfalls riefen wir den Kiwi-ADAC, der einen Krankenwagen schickte und den Patienten (und uns) ins VW-Hospital nach Christchurch brachte – die Wanderung war geplatzt, wir verbrachten die Nacht anstatt in einer einsamen Berghuette in einem gut belebten Hostel mitten in einer neuseelaendischen Grossstadt. Na toll!

Doch mittlerweile haben wir ja genug von der hiesigen „sweat as“-Einstellung intus und haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Statt dessen haben wir zunaechst intensiv nach einer besseren Bleibe Ausschau gehalten, die wir auch gleich am Folgetag fanden. Und zwar in Form einer grossen chilenischen WG in einem Haus etwas ausserhalb des Zentrums! Inga war uebergluecklich, denn nun konnte sie ihr geliebtes Spanisch wieder sprechen! Wir mieteten uns fuer eine Woche ein, denn von der Werkstatt, Entschuldigung, dem Krankenhaus, erwarteten wir einen laengeren Aufenthalt fuer unseren Patienten. Die 7 Tage wurden sehr intensiv, wir kochten gemeinsam, verbrachten viele Abendstunden zusammen und wir lernten so alle unsere „Mitbewohner“ kennen, v.a. auch die Gruende fuer ihren Aufenthalt in Neuseeland. Nur so viel: ein Lebensprojekt uebertrifft das andere an Hoffnungen, aber auch an Schwierigkeiten! Hier unser Haus:

Und hier Joel, Marcello und Inga, kurz vor der Einnahme der leckeren chilenischen Suppe:

Aufgrund unserer luxurioesen Wohnung hatten wir genug Zeit und Ruhe, Christchurch zu erkunden, eine Sache, die wir bis dahin nicht sehr ins Auge gefasst hatten. Denn ein bisschen mulmig wegen der Erdbeben war uns schon! Aber in den ganzen Tagen gab es nur einmal ein merkbares, aber sehr kurzes Poltern mitten in der Nacht, zum Glueck. Die Schaeden der letzten grossen Beben sind allerdings natuerlich ueberall sichtbar, nicht nur am gesperrten Zentrum, was als „red zone“ bezeichnet und Stueck fuer Stueck abgetragen wird – ein Wiederaufbau an gleicher Stelle ist ausgeschlossen. Christchurch ist traumatisiert, ganz bestimmt. Aber die Stadt lebt auch, ja, ist sogar sehr lebendig und ueberall begegneten uns Zeichen einer sich neu entwickelnden Gemeinschaft, die so wohl undenkbar waere ohne die Zerstoerungen. Ueberall wird gemeinsam angepackt und neu gestaltet, gedacht, Hilfe angeboten etc. Vor allem einige kreative Projekte haben nun Raum (im wahrsten Wortsinne), um zu gedeihen – so z.B. Strassenpianos, eine oeffentliche Tanzflaeche, Outdoor-Kinos, Strassenschach usw. Fuer uns war das natuerlich Grund genug, alle diese Plaetze aufzusuchen und Christchurch aus einem anderen, optimistischen Blickwinkel zu betrachten – und viel Spass zu haben beim Klavier Spielen, im Kino und beim Tanzen! Ein kuenstlerisches Beispiel des „new ChCh“:

Bei all diesen Aktivitaeten ging die Zeit freilich schnell herum, doch waren wir auch nicht traurig, nach einer Woche weiterzufahren mit dem genesenen Patienten. Nach so viel Stadt und Trubel strebten wir wieder nach etwas Ruhe und „mieteten“ uns folglich fuer 3 Naechte in einer Huette ein, welche uns beste Moeglichkeiten zum Klettern in der Naehe versprach. Ganz allein waren wir nicht, zumindest in der Huette, doch die Zeit am Fels war grossartig, auch ein wenig atemberaubend:

Nun sind wir auf dem Weg in die Studentenstadt Dunedin, wohl unser letztes Ziel auf der Suedinsel, denn in den naechsten Tagen wollen wir alles daran setzen, unseren fahrbaren Untersatz zu einem nennenswerten Preis zu verkaufen. Mal sehen, ob uns das gelingt!

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