Aorangi Project Blog

adventures of inga and chris

Ein Haus, ein Boot, eine Brotmaschine Mai 5, 2012

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 2:51 am
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Nun ist es soweit, die letzte Etappe ist angebrochen!

Das heisst konkret, wir sind in der Bay of Islands gelandet (vor einer Woche), haben das Meer vor uns und den Wald hinter uns. Nun ja, leider koennen wir das Wasser nicht vom Bett aus sehen … dennoch haben wir uns gemuetlich eingerichtet.

Erstens: seit Dienstag sind wir sesshaft geworden in einer kleinen Wohnung in einem Holzhaus mit grosser Terasse. Nichts grosses, aber eben eine feste Bleibe, oder auch eine Basis fuer viele Erkundungstouren in Northland, denn ohne Auto ist unser Gepaeck doch zu umfangreich und schwer, um mit allen Sachen „on the road“ sein zu koennen.

Hier der Blick nach drinnen … :

… und der Blick nach draussen (immer mit Morgensonne bis ca. 12 Uhr!):

Zweitens: Anstatt uns weiterhin vom weichen neuseelaendischen Toast ernaehren zu muessen, sind wir nun stolze
Besitzer einer kleinen Brotmaschine! Denn leider hat die Wohnung keinen Ofen … ja, die kleinen dinge machen das Leben angenehm!

Drittens: Unser Traum, die Zeit mit viel viel Paddeln im Boot zu verbringen (jener Traum, der sich spaetestens in den Sounds ganz konkret herausgebildet hatte), ist nun in Erfuellung gegangen:

Dieses rote Kayak inklusive Paddeln, Westen etc. haben wir hier vor Ort fuer wenig Geld gemietet und koennen nun jeden Tag, so lang wir wollen, auf dem Wasser unterwegs sein, fischen, die Inseln erkunden und dort uebernachten usw.!

Mit all diesen Moeglichkeiten, die uns nun offen stehen, werden die letzten viereinhalb Wochen Neuseeland wahrscheinlich ziemlich schnell vorbei gehen. Einserseits leider, andererseits aber auch gut so, denn schliesslich freuen wir uns auf die Rueckkehr … und alle, die diesen blog lesen und gelesen haben.

c

 

 

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wasser! Dezember 16, 2011

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 11:36 am
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Gerade habe ich gelesen, dass das Orkantief „Joachim“ (was fuer ein Name, das arme Tief … oder die armen Joachims?) ueber Deutschland hinwegrauscht, hoffentlich ohne allzu grosse Zerstörungen anzurichten.

Mit einem Orkan hatten wir es zwar nicht zu tun, dafür aber mit Wasser, viiiieel Wasser!! Der Regen hat am Montag morgen angefangen, erst zögerlich, dann immer stärker. Seit der Nacht zum Dienstag bis zum Donnerstag mittag dann herrschte jenes Wetter, was wir normalerweise als: „Man, schuettet das da draussen!“ bezeichnen – ganze 78 Stunden durchgängig! Es sind ca. 700 mm Niederschlag gefallen, also mehr, als in Suedwestengland (wo Janine und Simon herkommen) in einem Jahr!!! (ja genau, England, das Land, was allseits bekannt ist fuer seine reichen Sonnenstunden)

Die Folgen des ganzen sind solche, die man immer mal wieder in den Nachrichten geboten bekommt: weggeschwemmte Haeuser, Brücken, Strassen, riesige Erdlawinen … wir hatten dabei allerdings sehr viel Glück. Wir waren nur 2 Tage lang abgeschnitten, denn unsere einzige Strasse runter in die Stadt war ein reissender Strom geworden. Ausserdem floss Wasser durch die unter dem Haus gelegenen Schuppen, das Haus selbst aber blieb verschont. Dennoch: eine Erdlawine hat das Trinkwassersystem unter sich begraben, sodass wir – trotz des vielen Regens – wohl bald richtig „auf dem Trockenen“ sitzen werden, und duschen oder waschen ist ebenfalls tabu. Wir malen uns lieber nicht aus, wie es uns irgendwo draussen, allein im Auto, bei diesem Wetter ergangen wäre.

Hier die klassische vorher-nachher-Kombination:

Natuerlich hat der Regen unsere Pläne etwas verändert, von Klettern oder Wandern mussten wir erst mal Abstand nehmen. Wir werden sehen, wie sich die ganze Sache entwickelt, wann die wichtigsten Strassen wieder offen sind, und dann hoffentlich Gelegenheit bekommen, ein paar Tage in den Bergen unterwegs zu sein. Bevor wir die Golden Bay verlassen und zu den Marlborough Sounds zurückkehren – mehr davon aber beim naechsten Mal.

c