Aorangi Project Blog

adventures of inga and chris

Das Land, wo man neue Grosseltern findet und Autos in 5 Minuten verkauft April 29, 2012

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 8:55 am
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So koennte der Titel des Films lauten, der unser Leben hier in den letzten Wochen beinhalten wuerde. Oder so aehnlich.

Ja, viel ist passiert in der letzten Zeit und im Moment, in dem ich diesen Artikel hier schreibe befinden wir uns schon wieder an einem ganz anderen Fleck Neuseeland, weit im Norden. Mehr dazu aber in einem anderen Artikel, vielleicht morgen schon.

Vor einigen Wochen brachen wir ja von Christchurch auf, um unser lieben gelerntes Auto zu verkaufen. Nach einem kurzen Stopp zum Klettern fuerhte uns der Weg nach Dunedin, wo wir 10 Tage verbrachten. Die Stadt gefiel uns, die Umgebung ebenso (wir haben wieder mal Pinguinen nachgestoebert), doch darueber moechte ich jetzt mal keine Worte verlieren. Eine viel wichtigere Entdeckung waren Phyllis und Mervyn, unseren neuen Kiwi-Grosseltern.

Wir hatten beide in der Naehe von Invercargill getroffen und sie luden uns ein, sie in ihrem kleinen Haus in Dunedin zu besuchen. Diese Einladung konnten wir freilich nicht ausschlagen. Die beiden sind ueber 80, topfit, immer noch im Caravan unterwegs und ueberdies voellig unkompliziert was das Beherbergen von Gaesten angeht. Und so wurden es schnell ein paar mehr Tage, die wir im gemuetlichen Bett im Haus verbrachten, Kochrezepte austauschten, gegenseitig Geschichten erzaehlten … Inga lernte stricken und haekeln … eben ein richtiges Zusammenleben mit Oma und Opa (oder so aehnlich). Am letzten Tag luden sie uns gar zu einer Spritztour (unsere troubble bubble hatte sich einen Nagel eingefangen und musste mal wieder pausieren) an der Kueste ein, wo dieses Foto entstanden ist:

 

Ach ja, das Auto: einige Menschen zeigten sich schon interessiert, allerdings waren alle aus Christchurch! So war klar, das wir wieder nach Norden zurueckkehren mussten, Was wir am Montag vor nun fast 2 Wochen taten. Kurz vor 5 Uhr trafen wir wieder in unserer chilenischen WG ein und um 5 hatten wir unseren ersten Termin zur Autobesichtigung. Etwa 20 nach 5 waren wir die Karre los und umd 4000 Dollar reicher!!!! Und zwar cash! Inga erkannte sofort den Wert einer solchen Summe:

Der Wahnsinn! Bedenkt man, dass wir beim Kauf 3500 Dollar ausgaben, haben wir so gar kein schlechtes Geschaeft gemacht … allerdings hatten wir ja auch einige Reparaturen zu bezahlen. Mit allem drum und dran und einer beachtlichen Summe an Benzingeld haben wir fuer mehr als 7 Monate letztlich rund 4500 Dollar am Auto gelassen. Nicht schlecht.

Nun entstand ploetzlich die Frage, wie wir ohne Auto mit all unserem Gepaeck wieder nach Norden zurueckkehren sollten? Fliegen? Mit dem Bus fahren? Nein!

Wir fanden eine andere Variante in der Form eines Mietautos, welches wir in 5 Tagen bis gestern (Samstag) von Christchurch nach Auckland zurueckbrachten, eine sogenannte relocation. Wir bezahlten dabei nur das Benzingeld und unsere Tickets fuer die Faehre, was eine gemuetliche, einigermassen preiswerte Sache war und uns ermoeglichte, Alan und Susen (unsere Bekanntschaft aus den Sounds) in Wellington zu besuchen und einen Tag an den Vulkanen der Nordinsel zu verbringen. Und unter einem Wasserfall spielende Baby-Robben gab’s auch noch dazu. Hier unser Zeit-Van (wir spekulierten auf den gruenen, aber unserer ist der silberne):

Auckland sahen wir gestern nur kurz, fuer uns ging’s direkt weiter nach Norden zu unserem letzten Neuseeland-Abenteuer. Mehr dazu bald …

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Ein Haus und vier Raeder … stehen still Oktober 21, 2011

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 12:55 am
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Ein wenig Zeit ist vergangen seit dem letzten Artikel … und nun scheint es angebracht, ein paar Worte ueber unsere mobile Wohnung zu verlieren. Denn sie hat uns in den letzten anderthalb Wochen ein wenig Kummer bereitet. Hier wuerde man sagen: bad luck.

Wir sind seit unserer ersten Woche in NZ in einem silbernen VW Passat Kombi unterwegs, der nicht nur unser fahrbarer Untersatz, sondern natuerlich auch unser Haus ist. Es schlaeft und faehrt sich ganz gut gut darin. Wir haben uns gegen einen Van entschieden, da wir der Qualitaet der bezahlbaren Angebote misstraut haben … denkste: Unsere deutsche Qualitaetsarbeit hatte nun einige Probleme, Kat und Turbo kaputt … das kostet noch mal einige Dollar.

So sassen wir nun einige Tage in der Gegend um Rotorua fest, wo wir ja eigentlich nur auf der Durchfahrt waren. Optimismus faellt da manchmal schwer, aber wir hatten auch sehr schoene, teilweise magische Tage (s. Mt. Tarawera im Routenartikel) dadurch. Sicherlich sind wir bald wieder on the road und auf dem Weg in den naechsten Urwald, wenngleich der erste bezahlte Job nun frueher als gedacht ins Haus schneien muss.

A propos: auch wenn das Auto momentan noch still steht, haben wir es lieben gelernt, was sich v.a. darin ausdrueckt, dass wir bereits mehrere passende Namen fuer es gefunden haben …an dieser Stelle natuerlich nur der offizielle (Aleks, vielen Dank fuer deine morphische Unterstuetzung und die Talismaenner!), der in enger Verbindung mit der Band unseres Vertrauens (s. linkliste) steht: MoJo – Wagon!!

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Wir sind angekommen! September 17, 2011

Filed under: posts from nz — wuestenkuh @ 2:10 am
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Und zwar mehrmals.

Nach langem Flug (Montag abend bis Mittwoch mittag von Frankfurt ueber Dubai und Melbourne nach Auckland), bei dem wir bestens verpflegt wurden, kamen wir erst einmal in Auckland an, doch der jetlag hat uns erst einmal voll erwischt. Auckland verschwamm vor unseren Augen, der Schwindel im Koerper sorgt fuer ein Gefuehl, als wuerde sich der Raum um uns aufloesen. Und dann fahren die Autos auch noch auf der falschen Seite!

Zum Glueck haben wir zwei erholsame und kostenlose Naechte in der Kueche von einer der wohl verruecktesten, aber auch dreckigsten Wohnung verbracht. Egal, die Muedigkeit kuemmert sich nicht um solche Kleinigkeiten …

Dennoch waren wir froh, am Freitag die laute und anstrengende Stadt verlassen zu koennen. Einige Formalitaeten waren erledigt, aber uns fehlte noch ein Auto. Deswegen machten wir uns auf den Weg nach Sueden, nach Hamilton, wo wir zwei Menschen treffen und deren Autos begutachten wollten. Eins davon war dann auch genau das richtige. Vielleicht gibt es doch ein Schickal, oder wie soll man verstehen, dass wir zwei deutsche backpacker nun ausgerechnet in einem silbernen VW Passat Kombi unterwegs sind? Am gleichen Tag verliessen wir Hamilton, fuhren zur Kueste nach Raglan und verbrachten dort eine erste regnerische und stuermische Nacht – im eigenen Auto! Welch ein Luxus

Damit sind wir nun ein zweites Mal angekommen. Im gruenen Neuseeland. Am Meer. Und unabhaengig. Es sieht so aus, als wuerde unser aorangiproject nun ernsthaft starten.

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